Die 38er feiern auch in der „Nachjubiläumssession“ bis weit nach Mitternacht

 

Im Jahr 2016 stand kein Jubiläum an. Das war der Kostümsitzung allerdings nicht anzumerken. Wie gewohnt, begann der Abend mit dem Einzug der Gesellschaft 1938 Krefeld-Oppum e.V. Auf der Bühne versammelten sich die Mitglieder. Zumindest jene, die gut zu Fuß und in Vereinskleidung erschienen waren. Schwung kam in die Veranstaltung erstmals, als auf den Einzug der Gesellschaft das Oppumer Kinderprinzenpaar Finn I. und Hanna I. folgten. Die zwei Tollitäten hatten natürlich die Jugendgarde dabei, die sofort zeigen durfte, dass auch sie viel Spaß im Karneval haben.

 

Als echter Eisbrecher trat nach dem Kinderprinzenpaar der Bauchredner Gérard auf. Er hatte nicht nur seine zwei Begleiter Emilio und Richy im Gepäck, sondern auch eine ganze Menge Lebensweisheiten. Bevor er diese loswerden konnte, musste er sich allerdings von Emilio noch als Bonsai und fleischgewordener Tinnitus beschimpfen lassen.


Apropos Tinnitus. Auf Gerard folgten die Fanfaren-Trompeten Schöpp op. Spätestens jetzt war auch der letzte Langschläfer geweckt. Die Musiker hatten wieder ein Programm aus alten und neuen Liedern dabei. Neu waren auch die Jacken der Trompeter. Da musste wohl Omas Brokatvorhang dran glauben ...

 

Auf die Trompeten folgte "der liebe Jung". Der arme Kerl kommt bei seiner Zauberflöte nicht raus, weil er keinen Koffer packen kann. Je länger seine Ehe dauert, desto mehr geht der Zauber flöten.
Abgelöst wurde der liebe Jung vom Krefelder Prinzenpaar Olli I. und Dani I. Die Krefelder Tollitäten verteilten Ihre Sessionsorden an Regine Heythausen und Ralf St. und ganz spontan noch an unseren Präsidenten Sascha Rülicke. Danach wurde natürlich auch noch das mittlerweile obligatorische Sessionslied zum Besten gegeben. Hier hatten die 38er vorgesorgt und bereits vor der Veranstaltung den Text zum mitsingen im Saal verteilt.

 

Nachdem die hohen Damen und Herren in ihren edlen Roben den Saal verlassen hatten, zeigte die Tanzgarde Krefeld-Stahldorf, dass sie auch mit niedrigen Decken zu Recht kommt. Die als Zombies verkleideten Tänzerinnen und Tänzer hatten nicht nur dem Krefelder Prinzenpaar dankenswerter Weise den Vorzug gelassen, sondern heizten auch dem Publikum mit gewagten Figuren gehörig ein. Auch hier war noch eine kleine Weisheit für das Publikum versteckt. Orden sind bei Tänzern generell schlecht aufgehoben. Sie baumeln nur rum und gefährden Nase und Zähne. Es wurden daher lieber die jeweiligen Pins ausgetauscht.

 

Im letzten Wortbeitrag des Abends kämpften der Bauer und der Wiener gegen den steigenden Lärmpegel an. Nach kurzer Gewöhnungsphase war aber das Publikum wieder voll konzentriert und erfuhr, dass vor 2000 Jahren in Krefeld bereits schnurlos telefoniert wurde. Außerdem hilft Hühnermist gegen trockene Lippen. Nicht, dass sie dadurch heilten, aber man leckt einfach nicht mehr drüber.

 

Das Krefelder Fanfarenkorps Happy Sound eröffnete den fulminanten Abschluss des Abends. Ohne ihren erkrankten Sänger aber dafür mit einem bunten Strauß karnevalistischer Stimmungsgaranten brachten die Damen und Herren in ihren roten Hemden in Saal auf „Finaltemperatur“.

 

Die Stimmung im Saal steigt langsam bei den 38ern

 

 

Das Oppumer Prinzenpaar Waldemar I. und Karin I. betraten danach einen bestens vorbereiteten Saal. Mit ihrem Sessionslied, einer Polonaise der Oppumer Prinzengarde, der großen Garde und den Liedern der einzelnen Minister holten sie auch den letzten Karnevalisten von seinem Stuhl. Pins wurden verliehen an Bernd und Birgitt. Deren Nachname war der Prinzessin zwar nicht geläufig, aber man kennt sich ja schließlich auch mit Vornamen. Der Helikopter, der die Tolitäten eigentlich ausfliegen sollte, muss defekt gewesen sein. Man sah das gesamte Kabinett noch lange an der Theke des Pfarrsaals stehen.

 

Und da die Gäste der Kostümsitzung schon mal von den Stühlen waren, lohnte sich auch das Hinsetzen nicht mehr. Draußen stand bereits die Showtanzgruppe Revolution. Seit vielen Jahren ist diese begeisternde Truppe zu Gast auf den Sitzungen der 38er. Dieses Jahr hatten sie aber den Fehler gemacht und verraten, dass dies ihr letzter Auftritt des Abends war. Das führte dann zu nicht enden wollenden Rufen nach Zugaben. Zweimal mussten die (zwei) Jungs und die Mädels erneut ran. Und natürlich durfte auch in diesem Jahr der 5er-Rat nicht einfach nur zuschauen. Mitmachen war angesagt. Das Oppumer Prinzenpaar musste erneut auf die Bühne und so endete der Auftritt der Gladbacher mit der ersten und einzigen Rakete des Abends.

 

Showtanzgruppe Revolution bei der Gesellschaft 1938

 


Den Abschluss dieses gelungenen Abends bildeten, wie immer, die Oedingsche Jonges. Als Schlusspunkt nicht mehr wegzudenken, mussten die Neuen (Schlagzeuger und Sänger) lernen, was es bedeutet, bei den 38ern zu sein. Die Musiker versuchen schon seit einigen Jahren nicht mehr, danach noch einen Termin zu planen. In diesem Jahr waren es wieder drei Zugaben. Präsident Sascha Rülicke machte die „Neuen“ direkt mal darauf gefasst, dass sie „so schnell hier nicht weg kommen“.

 

Oedingsche Jonges bei der Gesellschaft 1938

 

 

Auch die After-Show-Party fand so schnell kein Ende. Bis weit nach Mitternacht wurde gesungen und getanzt. Abschließend muss festgehalten werden, dass die Gesellschaft 1938 Krefeld-Oppum e.V. auch ohne närrisches Jubiläum in der Lage ist einen denkwürdigen Abend zu veranstalten.

 

Ein großer Dank gilt wie immer Sascha Rülicke, der als Präsident gewohnt unterhaltsam durch den Abend geführt hat und Udo Schwirtz, der das Programm zusammengestellt hat. Besonderer Dank gilt Birgitt Naudszus, die spontan für den erkrankten 1. Vorsitzenden die Regie des Abends souverän gemeistert hat.

 

 

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